Tanz mit dem Teufel

Veröffentlicht auf von Jijuro

Hast du je im fahlen Mondlicht mit dem Teufel getanzt?

Als du allein durch die Straßen gezogen,

in tiefschwarzer Nacht, nur vom Mondlicht erhellt,

da hast du seinen Blick gespürt.

Aus allen Ecken und Gassen zugleich starrte er dich an,

verfolgte dich wie dein eigener Schatten.

Er war die Dunkelheit in deinem Herzen,

die Angst, der Hass, die Trauer, die Sünde,

verdorbene Leidenschaft, finstere Gelüste.

 

Ehe du dich versahst packte er dich,

riss dich herum, dich wehrloses Ding,

hielt dich in den Armen und lachte dabei.

Schritt um Schritt, wild im Kreis,

ungestüm und willenlos,

so lässt der Teufel dich tanzen

bis du an der Hitze deiner Triebe verbrennst.

 

Und dann sahst du ihn an, sahst ihm ins Gesicht,

in die Augen, deren Blick dich durchdrang

und auf dem tiefsten Grund deiner Seele berührte.

Augen, nicht von dieser Welt, so wunderschön

und gefährlich zugleich.

Als wären sie nur für dich gemacht.

"Ich habe noch nie solche Augen gesehen."

Das sanfte Lächeln des Teufels gehörte nur dir.

"Ich habe sie auch noch nie jemandem gezeigt."

 

Warum nur geht jede Nacht wieder vorüber?

 

 

 

 

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