Vampire - L.A. New Era (Vampire the Masquerade:Bloodlines) (RPG) (Seite 2)

(Seite 1)   (Seite 2)  (Seite 3)



Loki (Malkavian)

 


Loki schlief, nun ja, es war ein schlafartiger Zustand und den sollte sie so bald auch nicht mehr verlassen. Mark hatte sich doch noch einmal dazu entschieden seinem Küken zu helfen, hatte er sie doch schon recht früh verlassen müssen.

Es war herrlich wieder in Kontakt mit der Außenwelt zu stehen und interagieren zu können. Leicht zogen sich allmählich Marks Mundwinkel nach oben. Schade, dass er diesen Zustand nicht auf unbegrenzte Zeit aufrecht erhalten werden konnte, sonst wären ihm tausende von herrlichen Dinge eingefallen, die er noch hätte machen können. Den verlockenden Gedanken verdrängend begann er zu summen, ein einfaches Lied, was ihm einfach so in den Sinn kam und blickte aus dem Fenster. Stumm zogen die Straßenlampen vorüber, schienen fast schon wie Stumme Zeugen. Heimlich betastete er Lokis Gesicht, fuhr mit den Fingern zart über ihre Augenbrauen, kniff in ihre linke Wange und erschauderte leicht. Ihr noch relativ junger Körper fühlte sich so ungewohnt an, so herrlich unverbraucht, obwohl sie einen Angriff erst kurz hinter sich hatte.

Der wagen hielt, was Mark nur nebenbei zur Kenntnis nahm, war er doch mit sich selber und Lokis Körper beschäftigt. Erst als Danilo das Wort an ihn richtete drehte er Lokis Kopf langsam in dessen Richtung. "Beruhige dich, du Held. Ich bin nicht die, für die du mich hältst. Mein kleines Küken schläft." Seine Aufmerksamkeit glitt von Danilo auf William. "Nun zu dem informativen Teil: Ich kann euch helfen. Loki macht zwar einen kindischen Eindruck, doch ich bin es garantiert nicht. Wenn ihr also euer kleines Spiel gewinnen wollt, solltet ihr euch an meine Spielregeln halten. Ich habe mich ja nicht umsonst bis hierhin freigekämpft." erneut an Danilo gewandt fügte er hinzu: "Und Loki wird dich so nennen wie sie dich sieht. Du unterstützt mit solchen Kommentaren nur ihren kindlichen Trotz, dich weiter so zu nennen. Lasst uns tanken und dann in sichere Gefilde aufbrechen."

 

 

 

Will (Gangrel)

 


William war erneut mehr als verwundert über Lokis eigenartiges Verhalten. Zugegeben, sich sprach von sich nun in der dritten Person und schien auch ansonsten jeglichen Rest ihrer Persönlichkeit eingebüßt zu haben, zumindest so, wie er sie kannte. Aber auf der anderen Seite dachte diese Loki weitaus praktischer und nannte die Dinge beim Namen, was bei Malkavianern so selten ist wie ein 6er im Lotto und einige Dinge erleichtert.

"Hey, Danilo", ging er schlichtend dazwischen. "Lass sie dich halt nennen wie sie lustig ist, im ernst, was soll's, wir haben größere Probleme.", und mit einer Kreisförmigen Bewegung seines Zeigefingers auf Schläfenhöhe deutete er bereits seinen nächsten Kommentar an. "Sie ist sowieso völlig durchgeknallt, Malks eben, also mach dir nichts drauß und geh Benzin holen."

Die Tatsache dass Loki direkt neben ihm saß und jedes Wort hören konnte, das er von sich gab, störte ihn nicht im geringsten. Wahrscheinlich gab es, tief in ihrem inneren Vergraben, einen Teil ihres Früheren selbst, der voller Scham auf den Boden herabsieht und William im stillen recht gibt. Sie ist eine Malkavianerin, die Geisteskrankheiten werden mit dem Blut des Sire auf die Kinder übertragen und verbreiten sich so wie eine Seuche in der Camarilla. Dagegen kann man nicht viel tun, außer natürlich den Vampiren die Lizenzen entziehen, Nachwuchs heranzuschaffen.

 

 

 

Danilo (Ravnos)

 


Danilo stieg aus dem Wagen und lehnte die Tür an. Aus der Tasche kramte er seine Schachtel Zigaretten hervor und zündete sie an. Als er an der Personal-Toilette vorkam öffnete sich gerade die Tür und ein sehr beleibter Mann in den 50ern kam heraus. Anscheinend setzte die Hitze ihm ganz schön zu, der Mann zog ein Stofftaschentuch aus seiner Hosentasche und wischte sich die schweissbedeckte Halbglatze und das leicht aufgequollene Gesicht damit ab. Danilo wollte schon weiter gehen als der Mann ihn von der Seite anbrüllt. "Hey du Spinner, willst du uns in die Luft jagen, kannst du keine Schilder lesen? Hier ist rauchen verboten verdammt, mach sofort die Kippe aus, sonst kannste gleich umdrehen und dich wieder verpissen, klar Freundchen." Mehr als ein müdes Lächeln hatte Danilo für den Fettsack einfach nicht über. Er nahm die noch glühende Kippe zwischen Daumen und Mittelfinger und schnipste sie dem Pseudoaufpasser auf die Klamotten, wodurch dieser hektisch damit begann nach der Kippe zu schlagen damit sein kariertes Baumwollhemd bloss nicht Feuer fing. "Du Penner!" Danilo ging weiter und hob nurnoch die Hand zum Abschied.

An den Tanksäulen angekommen schnappt sich Danilo zwei leere Kanister und tankte sie voll. Trotz der späten Stunde war einiges los an der Tankstelle, doch zum Glück schien es heute niemand eilig zu haben, zumindest beschwerte sich kein Autofahrer mit lautem Gehupe.

An der Kasse stand eine junge Frau, die Haare zweifarbig gefärbt, auf der linken Seite rot und auf der Rechten schwarz. Sie trug mehrere Piercings, unter anderem zwei durch die Nase, eines durch die Ober- und eines durch die Unterlippe sowie unzählige durch die Ohren und Augenbrauen. Trotz des stark geschminkten Gesichtes war jedem Kunden klar, dass diese Frau was besseres zu tun hätte als hier an der Kasse zu stehen. Auf dem Streifzug durch den Laden schnappt sich Danilo noch schnell einen Trichter und zwei Packungen Zigaretten für die nächsten Stunden. Zudem fiel sein Blick auf eine kleine Auswahl an Gartengerät. Vor allem die Spaltaxt weckte sein Interesse, so dass er auch diese mitnahm, wer weiss wofür man so eine nicht alles gebrauchen kann.

 

 

 

Loki (Malkavian)

 


Die Situation passte Mark gar nicht. Umgeben von ignoranten Stümpern, wie er meinte, ließ sich einfach nicht gut arbeiten. Sobald er Loki wieder aus ihrer Vergessenheit geholt hatte, stand einernsthaftes Gespräch über ihre Bekanntschaften ins Haus. Seufzend drehte er sich zu William und musterte ihn. Er schien der hellere von beiden zu sein, zumindest wusste er wie mit Malks umzugehen war, was ja nicht gleich bedeutete, dass er sie abgöttisch liebte. Mark kramte in Lokis Gedächtnis, was sich als schwieriger als gedacht herausstellte. Als er sich durch ihren Gedankenjungel gewunden hatte, fand er schließlich, was er gesucht hatte. Die erste Begegnung zwischen seinem kleinen Küken und ihrem sogenannten Prinzen lag wie ein offenes Buch vor ihm. Für William bot sich während dieses Vorganges nur das Bild einer amüsiert wirkenden Loki, die eine Augenbraue leicht nach oben gezogen hatte und ihn anstarrte. Das konnte ja noch alles sehr interessant werden und um sein Vergnügen zu steigern entschloss sich Mark, seinen neuen Weggefährten bisweilen nichts über seine Identität zu verraten, bis es zu den wirklich wichtigen Details kam. Kichernd wandte er sich wieder seiner Fensterscheibe zu und fing an mit Lokis Haaren zu spielen.

Es brauchte nicht lang, da kam Danilo schon mit dem nötigen Benzin und weiteren Gegenständen zurück, von denen Mark eins Verstehen konnte. Die Zigaretten bewahrten dem scheinbaren Don ein Stück Menschlichkeit, eine Angewohnheit die noch aus Menschheitstagen zu stammen schien. Von weit her hörte er Loki in ihrem "Schlaf" unverständliche Worte murmeln und empfand plötzlich einen Schwall Zuneigung für seine selbstgewählte Nachfolgerin.

 

 

 

Will (Gangrel)

 


Williams rechte Klaue krallte sich leicht in das abgenutzte Leder auf den Rücksitzen und seine Laune sank von Augenblick zu Augenblick.

Leicht entnervt neigte er den Kopf richtung Loki, blickte ihr in die leicht verstörten und doch amüsiert wirkenden Augen und wandte sich langsam, leise brummend wieder ab, den Blick starr nach vorne in Richtung Tankstelle, aus der Danilo endlich zurück kam.

Obwohl er sich darüber freute stürmte er nicht gleich aus dem Wagen sondern verließ das Fahrzeug ruhig, gelassen und warf die Tür mit einen Fingerhut seiner Stärke zu, um seinem Gefährten zur Hand gehen zu können. Als er mit der neuen Spaltaxt liebäugelte stieß er ein annerkennendes Pfeifen aus. "Junge, nettes Teil. Zwar nicht so Handlich wie eine Handfeuerwaffe, aber in fähigen Händen durchaus brauchbar." Während Danilo das neue Benzin eingoss krallte William sich testweise die Streitaxt. Von der Körperkraft ausgehend waren die Gangrel der zweitstärkste Clan der Camarilla, gleich nach den Bruhja - eine Axt wie diese war also in seinen Händen mehr als tödlich. Verdammt tödlich.

Als sie wieder im Auto saßen stand die Axt, mit dem Griff nach oben, auf dem Sitzleder zwischen Loki und William, nahezu symbolisch. Konventionelle Angst war den Gangrel fremd, doch einem irren Gaul schaute man nicht ins Maul, und Loki war definitiv durchgeknallt - wie lange ihr jetziger Zustand noch anhielt, in welchem sie ja recht erträglich, wenn auch herrisch war, wusste keiner zu sagen.

Danilo stieg auch wieder ein, vorne natürlich, und zündete sich zur Krönung seines Schaffens eine neue Zigarette an. William hatte sich oft gedanken über die Raucherei gemacht und war zum selben Schluss gekommen wie Loki, dass alles mit seiner Menschlichkeit zusammenhing, und da stellte er sich oft die Frage, ob auch er eine Art Laster hatte, mit dem er sich an sein frühreres Ich klammerte.

Nach kurzem Überlegen kam er jedoch jedes mal zum selben Schluss: Nein. Umso verwunderlicher war es, dass er überhaupt noch Menschliche Züge hatte.


Danilo (Ravnos)  
Das Tanken ging zügig von statten, so dass Danilo bald wieder auf den Highway auffahren konnte. Nach weiteren zwanig Minuten hatten sie die Union Station erreicht. Das Gebäude ist wie eine große Halle angelegt, weiss gestrichen mit großen Fensterbögen, in rot umrandet, und einem Uhrenturm auf den schon so viele Menschen verzweifelt geschaut haben in der Hoffnung ihren Zug noch zu erreichen. Danilo parkte den Wagen auf dem großen Parkplatz der Station und stieg aus. Die Luft war hatte sich verändert seitdem sie aus Santa Monica weg waren. Hinzu kam ein Geruch der entfernt an Sommer erinnert, versprüht von den unzähligen Palmen, der großzügigen Wiese und den gepflegten Hecken vor der Station. Doch da war noch etwas anderes, etwas dass Danilo eine Gänsehaut verpasst hätte wenn es möglich gewesen wäre. Doch Danilo tat es als Hierngespinst ab und drehte sich zu den anderen um.
"Ich muss noch an ein Schließfach. Wir werden also erst dorthin gehen, da wir ansonsten in zwei Tagen etwas Probleme bekommen könnten. Danach können wir uns nach einer Bahn nach Downtown umsehen." Danilo versuchte in Lokis gesicht zu erkennen, welcher von ihren Persönlichkeiten gerade das Steuer in der Hand hielt, leider ohne Erfolg. "Loki..." Wie Danilo es hasste sich an Ratschläge von anderen zu halten "ich wäre dir für ein gewisses Maß an Unauffälligkeit sehr verbunden. Einen Aufruhr können wir uns nicht leisten." Danilo hoffte das Beste, wenn Loki wirklich wollte, was hätte Er oder Will schon tun können, sie in aller Öffentlichkeit hinrichten, wohl kaum. "William, schau mal in den Kofferraum, vielleicht findest du dort etwas wo du die Axt reinpacken kannst, Menschen werden nervös wenn Nachts jemand mit einer Axt auf einen zukommt und Wachleute bekommen einen zuckenden Zeigefinger."
Danilo zündete sich eine Zigarette an.


Loki (Malkavian)
"Wie wahr, wie wahr, mein Freund." kicherte Mark und stützte Lokis Hände in ihre Hüften. Gespielt entsetzt riss er die Augen auf und schlug sich die Hand vor den Mund. "Ich und auffällig? Da kennst du mich aber schlecht Dan." Danilos Kürzel betonte er besonders, was mit seiner, für Loki etwas zu tiefer, Stimme sehr grotesk klang. Die Nachtluft wirkte sehr erfrischend und veranlasste Mark dazu sich ein wenig tänzelnd zu bewegen. Da ihn aber der strafende Blick Danilos traf, unterließ er seine kleine Tanzeinlage und zwinkerte ihm verschwörerisch zu. „Nein, jetzt mal im Ernst: Ich werde mein kleines Küken im Zaum halten.“ Mit einer Geste verschloss Mark die Lippen von Lokis Mund und schmiss den imaginären Schlüssel hinter sich.

Will (Gangrel)
 Mein kleines Küken? Kopfschüttelnd gab William es auf, Lokis Handeln und ihre Worte wirklich zu verstehen. Stattdessen ging er, nachdem er aus dem Auto gestiegen war, um die alte Rostlaube herum und öffnete den Kofferaum. Glücklicherweise fand sich darin eine alte Sporttasche, deren Inhalt der Gangrel schnell im Kofferraum verstreute, um die Axt darin zu verstecken, Kopf voraus, doch war der Stiel ein wenig lang und ragte, nachdem er den Reisverschluss zugezogen hatte, wenige Zentimeter heraus. Macht nichts, dachte er, immerhin sieht keiner, dass es sich um eine Axt handelt.
Das tödliche Werkzeug in einer Tasche schulternd wandte er sich der Malkavianerin zu. "Loki - oder wer auch immer du zu sein glaubst - wir meinen es ernst. Dein Glück ist, dass wir dich im Augenblick gebrauchen können. Gefährdest du jedoch mit deinen Albernheiten unser verfluchtes Leben, könnte es sein, dass wir von unseren bisherigen Plänen absehen." Mit einer Bewegung seines Kopfes deutete er auf die geschulterte Tasche und blickte recht ernst drein. "Ich schätze mal, wir haben uns verstanden ..."

Das ungleiche Trio betrat die Halle der Union Station - ein recht heruntergekommener Bahnhof. Die Lampen waren alle schon längere Zeit nicht mehr richtig gesäubert worden, so gaben die Neonröhren nur ein diffuses Licht von sich, welches jedoch noch ausreichte, um die Station zu beleuchten. Bis auf einen Mann hinter dem Informationsschalter war der Bahnhof absolut menschenleer, nicht ein mal die Geschäfte hatten geöffnet - sicherlich, es war spät, aber für gewöhnlich war an Bahnhöfen wie diesen immer etwas los. Dennoch, in dieser Nacht schien alles ein wenig ruhiger zu sein. Zu ruhig.
William nickte seinem Gefährten zu. "Gut, dann geh du mal an dein Schließfach, ich behalte unser Küken im Auge. Aber beeil dich. Mir gefällt es hier irgendwie nicht ..."
Dass es sich dabei nicht um Angst sondern eher um eine dunkle Vorahnung, einen Instinkt handelte, wusste Danilo sicherlich. Irgendetwas stimmte mit diesem Bahnhof nicht, und William wollte von hier verschwinden, ehe sie alle zusammen herausfinden mussten, was genau das war.

Klack. Klack. Aus der Ferne hörte der Stadgangrel die Schritte von Stöckelschuhen, ein unverkennbares Geräusch. Es verlieh dem Gang jeder Frau etwas morbides, fast schon bösartiges. Die absätze trafen irgendwann auf Metall, als sich die Person, welche die Schuhe trug, auf die Rolltreppe begab und diese Recht eilig hinauflief. Dem Geräusch folge nun endlich auch eine Gestalt - und was für eine! Auch aus einigen Metern entfernung konnte er die Ausstrahlung dieser Frau ausmachen, als war, als ahne er schon, dass sie verdammt gutaussehen musste, ehe er ihr Gesich richtig gesehen hatte, nur um diese Ahnung wenige Augenblicke später bestätigt zu bekommen. Ihre Haare waren dunkel und hochgesteckt, ihre Haut wunderschön bleib und ihr makelloser Körper in ein schönes Abendkleid gehüllt. Doch etwas störte ihre sonst nahezu unmenschlich schöne Ausstrahlung, nämlich die absolut nicht graziöse Eile, mit der sie durch die Halle schritt, ohne von William oder Loki notiz zu nehmen. Es war, als würde sie nicht nur ihren Zug verpassen, sondern als triebe sie etwas ganz anderes an ...

Etwas war seltsam an ihr, und darum entschloss er sich dazu, sich ihr unauffällig zu nähern. Mit Loki im Schlepptau steuerte er den Informationsschalter an, in dessen nähe sich die Fremde Dame einen sichereren Ort zu suchen schien, und fragte den Bahnarbeiter etwas völlig belangloses über ihren Zug, ob er denn pünktlich käme und dergleichen, doch bekam er keine Antwort. "Hallo?", fragte er den Mitarbeiter erneut, doch gab dieser immernoch nichts von sich. "Heh, schlafen sie?", dann lehnte er sich über die Theke und gab dem Mann, der regungslos vor seinem Bildschirm saß und mit weit geöffneten Augen auf das daraus hervortretende bläuliche Licht stierte, einen Schubser gegen die Schulter. Dieser kippte dadurch jedoch nur nach vorne und sein Kopf schmetterte auf die Tastatur. Entweder war er tot oder durch ein Nervengift gelähmt ... verdammt. Eine Falle?
"Danilo!", rief er in Richtung der Schließfächer. "Wir haben ein Problem!"


Danilo (Ravnos)
Das Hämmern der Absätze dröhnte durch die ganze Halle. Selbst in den hinteren Gängen wo die Schliessfächer untergebracht waren, konnte Danilo jeden Schritt hören. Aus seiner Brusttasche zog Danilo eine Kette an der der Schlüssel für das Schliessfach hing und schloss es auf. Darin war ein schwarzer flacher Koffer wie ihn jeder aus einem schlechten 50er Jahre Gangsterfilm kennt. Er zog ihn heraus und verschon das Zahlenschloss vorsichtig mit dem Daumen bis das Schloss aufsprang und er den Deckel öffnen konnte. Geldbündel waren darin ordentlich verstaut, genau 132680 Dollar, eine Zahl die Danilo akribisch bei jedem Besuch nachgezählt hatte, diesmal würde ihm dafür nicht genug Zeit bleiben. Auf dem Geld lag sein alter Trommelrevolver, böse Erinnerungen und ein gewisse Angst verband er damit. Die Waffe lag nun flach auf seiner Hand, er wog ihr Gewicht hin und her und starrte sie fast apatisch an. Fünf Kugeln waren in der Trommel, er wusste es, auch wenn der letzte Schuss schon mehr als dreizig Jahre her war. Bilder erschienen vor seinen Augen und verschwammen sofort wieder bis ein gedanklicher roter Schleier sirupartig über seinen Verstand legte.
"Wir haben ein Problem!" Danilo riss es aus seiner Trance, leicht benommen schaute er um sich, steckte sich den Revolver ein und klappte den Koffer zu. Er schloss das Schliessfach zu, steckte den Schlüssel zurück in die Brusttasche und kam dann schnellen Schrittes zum Hauptsaal, den Koffer in der Hand.
Danilo blieb abrupt stehen als er Wills Gesichtsausdruck sah. Sein Blick schweifte durch die Halle, zu den hohen Fenstern auf den die Schatten von draussen zu tanzen schienen. Nur das gepolter der Rolltreppe war noch zu hören. Die langen Neonröhren flackerten, fielen ab und an für mehrere Sekunden ganz aus. Erst zuletzt viel sein Blick auf die Frau die in der Nähe von Will und Loki stand. Wunderschön und edel, grazil und anmutig, so stand sie da, doch ihr Gesicht zeigte einen Anflug von Panik und Angst. Ihr Blick war starr auf die Rolltreppen gerichtet. "Wer ist das? Was ist hier los?" Sie roch nicht wie ein Mensch, was gleichzeitig bedeutete dass sie wohl ein Vampir war. War sie in Gefahr waren sie es auch, eine einfache Logik die sich nur zu leicht beweisen wird dachte Danilo.
Von der Rolltreppe her kamen Stimmen und bevor man irgendjemand sehen konnte war ein großer Schatten an der Decke zu sehen der langsam kleiner wurde und anscheinend auf sie zukam. Danilo eilte zu Will und Loki.

Ruby (Toreador)
'Verzweiflung' Ja, das brachte Rubys Gefühle auf den Punkt, als sie ziellos durch die Union Station irrte. Irgendwo hier musste er doch sein... . IRGENDWO!
Sie sah sich immer wieder um, versuchte trotz des Hungers das letzte bischen Contenance zu wahren, was sie in ihrer jetzigen Verfassung noch aufbringen konnte. 'Warum?' fragte sie sich immer wieder.
Eigentlich hätte sie es wissen müssen. Ein Mann von so übermenschlicher Schönheit konnte einfach nicht so gebildet und dazu noch so charmant sein. Er war einfach perfekt... ZU perfekt für einen Menschen. Warum also war sie so erschrocken zu erfahren, dass er keiner ist?
'Vielleicht, weil diese Ganze Nacht so absurd ist wie ein schlechter Horrorfilm?' entgegnete sie ihren eigenen Gedanken.
... Vampire .... Was sollte sie davon halten? Bis zu dieser Nacht hatte sie nie darüber nachgedacht. Man hörte Geschichten, kannte den Namen 'Graf Dracula' aber alles in allem waren Vampire nichts als Märchengestalten. Doch was sollte das hier für ein Märchen sein? 'Ein viel zu reales!' Wieso hatte er sie einfach so in dieser 'neuen Welt' alleingelassen? Er sagte, er wäre bald zurück, doch er kam einfach nicht wieder. Er sagte ihr, er würde Blut besorgen... . Blut?! Welch widerlich süßer Gedanke ... und doch wusste Ruby, dass sie mit unbändiger Begierde sein Blut getrunken hatte und, dass es sie jetzt nach mehr dürstete. BLUT! Irgendwo musste sie welches finden. Es machte sie verrückt.
'Stimmen' konnte er das sein? Sie war zu schwach und der Durst lies sie nicht mehr klar genug denken um sich an seine Stimme genau zu erinnern. Sie folgte der Aneinanderreihung von Worten, denen sie keinen Sinn mehr abgewinnen konnte in der Hoffnung sie fände ihn endlich.
Die melodischen Töne kamen von oben... . Zu Rubys Glück lief die Rolltreppe und sie wankte zu ihr. Das Geländer gab ihr Halt. Vor ihren Augen verschwammen die Bilder leicht, als sie zuerst zwei Köpfe sah. Blonde Haare... wohl eher eine Frau... schwarze Haare.... ein Mann... aber er hatte keinen schwarzen Haare, seine Haare waren so hellblond, dass sie schon fast wieder weiß wirkten. Das war das Ende... Ruby wusste es. Es war die letzte Hoffnung, an die sie sich noch geklammert hatte. Der allerletzte Funke. 'Contenance! Contenance!' sagte sie sich immer wieder und schritt trotz aller Anstrengung ein wenig wankend an der Information vorbei. Was sollte sie jetzt tun? Ein dritter erschien... auch er glich ihm nicht einmal annährend... . Der Durst brachte sie erneut zum Wanken und - trotz, dass sie sonst sehr sicher in High Heels lief, knickte sie um. Sie wusste, allein hatte sie nicht mehr die Kraft um aufzustehen. Sie würde einfach hier liegenbleiben und verbrennen, sobald die Sonne aufging ... wenn dieses Gerücht über Vampire überhaupt wahr war....


Loki (Malkavian)
Oh du heilige Mutter der Nacht, roch da etwas gut. Mark konnte sich kaum beherrschen und reagierte mit Lokis Körper in Form einer Gänsehaut. Mit zuvor desinteressiertem, jetzt aber deutlich wachem Auge beobachtete der Malk die torkelnde Schönheit. der Geruch der von ihr ausging, so süßlich und zugleich bitter im Abgang. Doch das Wundervollste entfaltete sich erst nach ein paar Augenblicken: wie eine Art heiliger Schimmer, glänzte weißes Licht hinter ihrer Gestalt. Das konnte nur bedeuten, dass sie vor nicht allzu langer Zeit zu einem Kind der Nacht gemacht worden war. Allein die Vorstellung war abartig göttlich. Voller Begeisterung klatschte Mark in die Hände und gab einen undefinierbaren Freudenslaut von sich.
Erschreckend beherrscht jedoch, ging er auf die Toreador zu und hockte sich zu ihr nieder. "Kann meine Wenigkeit Euch helfen meine Schöne? Ihr seht aus, als würde Euch etwas fehlen." leise lachend streckte er seine Hand nach ihr aus und berührte sie an der Schulter. Ihr Haut, so jung und zart, fast soagr weicher als die seines Kükens gab unter seinen Berührungen nach. Mit ungeahnter Kraft hob er sie auf Lokis Arme und trug sie zu seinen 2 mürrischen Begleitern.


Will (Gangrel)
"Das hat aber gedauert", murrte William, als Danilo endlich zurückkehrte. Wir haben ein Problem, und zwar ein gewaltiges." Mit dem Daumen zeigte er gerade in Richtung des Scheintoten Bahnangestellte, als sich Loki dazwischen schob und er somit auf diese duetete. In ihren Armen trug sie die völlig perplexe und somit wehrlose schöne Dame, die nun nicht nur gehetzt wirkte sondern ohne es zu ahnen in der für einen Vampir größtmöglichen Gefahr schwebte: Sie lag den Armen eines Malkavianers.
Langsam aber sicher trieb auch diese - scheinbar lesbische - Persönlichkeit Lokis den adelsstämmigen Kainiten immer mehr in seinen persönlichen, nicht durch Malkavians Erbe bedingten Wahnsinn, und das ganz ohne die Wirkung irgendeiner Disziplin. "LOKI!", bellte er - tatsächlich mit dem subtilen knurren eines Hundes in der Stimme - Loki an. "Lass sie verdammt nochmal runter, die Lage ist ernst, du Aushilfsvampir!"
Ohne auf den Neuankömmling weiter zu achten deutete er nun erfolgreich auf den leblosen und sprach mit etwas entnervter Stimmlage. "Oh mann, also, irgendwas riecht hier verdammt nach einer Falle, das dürfte selbst dem Hirnrissigstem Vampir klar sein.", und während sein Kollege darüber sinnieren durfte öffnete Will seine Tasche und holte die Spaltaxt hervor, mit einem Grinsen der Genugtuung. "Hier scheint es zumindest keine Polizisten zu geben die sich darüber aufregen werden..."
Zusammen mit seinem neuen Spielzeug wandte er sich nun der hübschen Dame zu, und ihr Geruch verriet ihm, dass es sich hierbei um kein Gewöhnliches Model handelte. "Willkommen, Geschöpf der Nacht."

Danilo (Ravnos)
Ihre suchenden Augen, das Zittern ihrer Hände und ihr fast unkontrollierbarer Körper machten Danilo sofort klar, dass dieser Vampir auf Entzug war. Das war jedoch ungewöhnlich, vorallem für einen solch gepflegten Vampir welcher sich nur zu gerne und oft in der Öffentlichkeit aufzuhalten schien. Sie war in der Lage sich immer irgendwie mit Blut zu versorgen, genug Typen, möglicherweise sogar eine Masse Frauen, hätten sich auf sie eingelassen. Unwissenheit brachte sie in diese Lage und ein Grinsen huschte über sein Gesicht. Doch dieser Gedankengang hatte zu warten, es gab zunächst ein Problem zu lösen welches schlimmer war als ein schönes hungriges Küken.
Bei den Rolltreppen tauchten sechs Gestalten auf. Bullige Männer in schweren Ledersachen, zugeknöpft bis oben hin, trotz der Hitze, waren zu erkennen. Zwei von ihnen hatten Schrotflinten geschultert, ein weiterer fuchtelte mit einer Kette rum. Die drei Anderen schienen unbewaffnet, aber jedem war klar, dass dies nur der erste Eindruck war. "Hey Hey, schaut mal da. Was will der Hurensohn mit der Axt anfangen?" Lautes Gelächter kam unter der Gruppe auf. "Luke, ich wette das sind genauso Satansbraten wie unser kleines Schneckchen da. Kleine Missgeburten die für uns wie laufende Dollarnoten sind. Das wird ein lukrativer Abend für uns." Der Mann mit der großem Schnauze draht vor und griff in seine Jackentasche. Zum Vorschein kam eine Handgranate, er zog den Splint und lachte. "Betet nochmal zum Teufel oder zu wem auch immer. Ich bin euer Sensenmann und sage euch, dass eure Zeit schon längst abgelaufen ist." Wieder Gelächter in der Gruppe. Mehrmaliges Klicken wieß darauf hin, dass die Waffen nun geladen "und" entsichert waren.
Danilo ließ den Koffer fallen und versetzte ihm mit dem Fuß einen Stoß wodurch er über den glatten Boden hinter einen Schalter rutschte. "Irgendwie passt das zu unserem Tag" stellte Danilo fest, zog seine Waffe und rannte hinter einen Pfeiler in Deckung.

Ruby (Toreador)
Ruby hatte die Augen geschlossen, als sie nur noch einen Ruck spürte und sich wenig später in den armen des Mädchens wiederfand, welches sie kurz zuvor erst gesehen hatte. Sie war nicht fähig sich darüber zu wundern, denn es gab nur noch einen Gedanken... BLUT!
In den Armen der Fremden wurde Rubys Blick langsam wieder klarer, obgleich sie den gesprochenen Worten immernoch keine Bedeutung beimessen konnte. Doch sie spürte, dass die 3 anderen angespannt waren... etwas schien in der Lust zu liegen.
Der Mann mit den schwarzen Haaren wandte sich ihr zu und schien mit ihr zu sprechen. Ruby strengte sich an es zu verstehen, nur mehr als "... der Nacht" vermochte sie nicht herauszufiltern.
Doch dann hörte sie neue Stimmen und tatsächlich traten noch mehr Gestalten auf. Doch etwas war anders an ihnen... da war etwas Süßes an ihnen... ein Geruch... nein eher ein vages Gefühl, was Ruby verriet, dass diese Gestalten das besaßen, wonach sie sich momentan so sehnte...

BLUT!

Ihre Gedanken begannen sich zu überschlagen. Sie musste zu ihnen gelangen, koste es, was es wolle. Um sie herum verschwand die Welt. Sie hörte gerade noch ein dumpfes Geräusch wie Metall auf Beton und spürte auf einmal ungeahnte Kräfte in sich. Verzweifelt versuchte sie sich aus den Armen, die sie immernoch hielten, loszureißen. 


Loki (Malkavian)

Mark konnte förmlich spüren wie es anfing in dem jungen Kainskind zu brodeln. Sie konnte das frische Blut riechen, schien fast zu verbrennen in dem Drang Blut zu kosten. Ihre scheinbar letzten Kräfte aufbringend wand sie sich in den Armen Lokis. Kurz wog Mark ab, ob es nun amüsanter wäre sie noch bei sich zu behalten oder sie loszulassen und kam zu dem Schluss, dass er den griff lockern doch noch nicht lösen konnte. "Hey kleiner Schmetterling, nicht so schnell, oder du wirst dir deine zarten Flügel brechen. warte noch ein wenig und dann wirst du schneller an das rote Gold kommen als dir lieb ist."

Den Blick auf die 6 neuen Freunde gerichtet, eilte Marc mit seinem Schmetterling hinter einen Pfeiler und warf einen Blick zu William der in Angriffsposition bereit stand.

Ein dreckiges Grinsen schlich sich auf Lokis Gesicht, was ihr gar nicht so zu stehen schien. Marks Irrsinn wollte heraus, wollte vernichten, intregieren und vor allem seinen Durst stillen. Sobald sich die nächste Gelegenheit bieten würde, würde er nicht zögern ihn einzusetzen.

In dem Moment, in dem Lokis Sire über die schönen Sachen nachdachte, die er mit den Unholden anstellen konnte, entließ er unbeabsichtigt den Schmetterling aus seinem Käfig. Die Toreador riss sich los und stürzte verzweifelt vorwärts.


Will (Gangrel)

Sowohl Danilo als auch Loki hatten sich hinter rettende Pfeiler verzogen und William stand recht alleine und trotz allem doch mit einem mörderischem Grinsen auf den Lippen mitten in der Halle, für den Trupp von sechs Mann scheinbar ein leichtes Ziel.

Einer der Gestalten zog die Sicherheitsnadel aus einer Granate und lachte. "Betet nochmal zum Teufel oder zu wem auch immer. Ich bin euer Sensenmann und sage euch, dass eure Zeit schon längst abgelaufen ist." Allgemeines Glächter unter den Jägern.

"Das wissen wir. Doch wie ihr seht berührt uns das nicht im geringsten.", antwortete William kühl und erstickte damit das Gelächter innerhalb einer Sekunde. Ein solches Verhalten von einem Vampir, der scheinbar in der Falle saß, war in ihren Augen unangemessen und verstörend. "Na warte...", knurrte jener mit der Handgranate, doch kam er niemals dazu, diese zu werfen ...

Obgleich die Disziplin "Celerity", die Kunst, seine eigene Geschwindigkeit zu erhöhen, nicht gerade Williams beste Disziplin war, so reichte sie doch aus, um Menschen gegenüber stark im vorteil zu sein, und mit eben jener Schnelligkeit und Wucht - und darüber hinaus mit einer grauenerregenden Genauigkeit - schleuderte Will die Spaltaxt, welche ein Augenzinkern später mitten im Gesicht des vorlauten Vampirjägers steckte, woraufhin dieser leblos auf den Boden krachte und die Handgranate fallen ließ.

"Eins zu null.", höhnte William aus relativ sicherer entfernung in die entsetzte Stille hinein und alle übrigen Jäger sprangen nach links und rechts, hechteten in sicherheit, ehe die Granate in die Luft flog und das gemetzel in der Bahnhofshalle eröffnete, denn nun war aus dem Aufenthaltsbereich für Sterbliche eine Kampfarena für das Duell der Menschen gegen die Untoten geworden.

Um zu verhindern, dass diverse Metall- und Betonstücke in sein Gesicht flogen, hatte der Gangrel für den Augenblick der Explosion schützend die Arme gehoben, und als er sie wieder senkte und die ersten unkoordinierten Schüsse aus der Staubwolke heraus wahrnahm erblickte sein vampirisches Auge etwas weitaus erschreckenderes. Die scheinbar noch unerfahrene Vampirdame hatte sich von Loki losgerissen und stürmte nun blindlings auf die Jäger zu.

Das konnte was werden. Hoffentlich gab ihm Danilo ausreichend rückendeckung ...


Danilo (Ravnos)

Das Blut der Ravnos ist Grund und Übel dafür, dass jedem Ravnos das Verlangen und die Sucht nach Lug und Betrug inne wohnt. Nichts bringt dies deutlicher zum Vorschein als die Schimären, den Ravnos eigene Kraft die Sinne anderer zu täuschen und so ihr Umfeld zu manipulieren und zu steuern. Ungerne wollte Danilo sein Blatt den Anderen offenbaren, ein Falschspieler zückt seine Asse auch nicht aus dem Ärmel wenn er ausnahmsweise auch mal ehrlich gewinnen kann. Leider hatte der Gegner gerade fünf Könige aufgedeckt und mogelte ebenfalls, das Falschspiel konnte also beginnen.

Das Interesse an der neuen war zwar groß, doch im Moment machte sich Danilo mehr sorgen um sei eigenes Wohl und um dieses galt es zu kämpfen. Kurz sprang er hinter der Säule hervor und schoss mit seinem Revolver die letzten fünf Patronen ab. Er war ein grausiger Schütze und obwohl er nicht genau erkennen konnte ob er jemanden getroffen hatte, war er sich recht sicher dass ausser die Betonwand nichts etwas abbekommen haben wird. Den Revolver steckte er zurück in die Hose und zückte aus dem Stiefel sein Sprungmesser und rannte los. Doch nicht ein Danilo kam zum Vorschein sondern gleich derer vier. Sie rannten synchron durch die Halle auf die Gegner zu, glichen sich einem Ei dem anderen und sie trugen das Sprungmesser in der rechten Hand, bereit zuzustechen wenn sie ankamen. Schüsse fielen und Kugeln flogen durch den Saal. Eine Kugel traf Danilo im Gesicht, riss ihm die Wange auf sodass ein Loch entstand wodurch man den blanken Kiefer sah. Blut quol aus der Haut, spritze jedoch zu Boden sondern bildete eine rote Hautschicht über die Wunde woraus nach wenigen Sekunden neues Fleisch formte, es war nicht das erste mal das Seelenstärke gute Dienste erwies. Die Angreifer wurden nervös und als Danilo und die Spiegelbilder nurnoch 2 Meter von ihnen entfernt waren sprangen sie auf fünf der Angreifer und stachen mit aller Kraft mit dem Messer nach der Kehle. Während vier Danilos durch die Angreifer glitten hatte ein Angreifer das Pech den echten gezogen zu haben, fünf Asse dachte Danilo, gewonnen. Danilo stach mit der Kehle in den Hals und riss sie dann seitlich heraus, der Kehlkopf brach und Luft sowie Speiseröhre wurden zerschnitten. Röchelnd und mit Panik in den Augen lag der Angreifer blutet auf dem Boden. Dem Mann nebem ihm stand der Mund weit auf, immernoch geschockt von der Person die gerade wie ein geist durch ihn durch gesprungen war und dann verschwand. Jetzt sah er seinen Kameraden auf dem Boden verrecken und ehe er genau wusste was passierte musste er sich neben ihm liegen sehen, mit einer Stichwunde in der Schläfe aus dem das Blut quol.

Danilo grinste, denn es fing an Spaß zu machen, selten konnte er sich so austoben. Er schaute nach oben und sah einen der fielen großen Lampen welche von der Decke hingen. Kurz darauf schien sich eine zweite aus ihr zu bilden welche gerade wegs nach unten auf Danilo und die drei anderen Angreifer stürzte. Leider, aus Sich der Drei, sah man nur die eine Lampe, und diese kam schnell Näher. Sie rollten sich bei Seite oder Sprangen in Sicherheit, als sie sich umdrehten war Danilo schon wieder verschwunden, der hatte sich nämlich schnellst möglich wieder hinter einen Pfeiler verkrochen.

"Ich liebe Poker, ich gewinne einfach immer!" Danilo wusste das ihn niemand verstehen würde, aber dieser Spruch musste sein.

Ruby (Toreador)
Ruby bemerkte von dem ganzen Spektakel - milde gesagt - gar nichts. In ihr tobte nur das unstillbare Verlangen nach Blut. Nicht einmal die umherfliegenden Metallsplitter, die tiefe Furchen in ihr Gesicht und ihre Arme schnitten, hielten sie auf. Sie sah hinter dem Schleier der Erschöpfung noch etwas rotes aufblitzen, als ein ohrenbetäubendes Geräusch von Stahl auf Knochen zu hören war.

Blut! Endlich! Doch es begann schon kalt werden, ehe Ruby überhaupt nahe genug gewesen war. Außerdem konnte sie noch andere erahnen, auch nachdem sie spürte, dass 2 weitere das Leben gelassen haben und ein anderes lautes Geräusch gedämpft an ihr Ohr drang.

Bevor Ruby den Toten überhaupt nahe genug kommen konnte, fand einer der übriggebliebenen Männer die Fassung wieder und schritt mit gezücktem Butterfly-Messer hämisch grinsend auf sie zu. "Na Schatz, wie wär's denn mit uns beiden?" sagte er noch, ehe er ausholte und das Messer der wankenden Vampirin in den Magen stach.

...

Die ganze Szenerie brach auf Ruby herein wie ein grollender Donner. Für einen Moment konnte sie klar sehen. Da lag ein Mann mit gespaltenem Schädel, weiter hinten noch 2 weitere Tote und Glasscherben und etwas undefinierbar großes lag in der Mitte. Des Weiteren standen dort vor Entsetzen noch gelähmt 2 scheinbar lebendige Männer und direkt vor ihr noch einer. Doch es entsetzte sie nicht im geringsten.

Augenblicklich wurde der Schmerz in ihrer Magengegend wieder von dem Verlangen nach der warmen, roten Flüssigkeit verdrängt. Wie ein Raubtier wich Ruby dem nächsten Streich aus. Ein uralter Instinkt erwachte in ihr und sie konnte ihren Körper nicht mehr steuern. Nicht einmal ER hatte ihr gesagt, wohin sie beißen musste..., dass sie überhaupt beißen musste.

Rubys Sinne schienen geschärfter als sonst und sie bewegte sich schnell und sicher wie eine Raubkatze, als der Gegner einen kurzen Moment seine Deckung aufgab. Sie legte eine Hand blitzschnell auf seine Schulter und mit der anderen drückte sie seinen Kopf mit übermenschlicher Stärke zur Seite. Ein lautes unangenehmes Knacken war zu hören, kurz bevor sie ihre Zähne schnell in den Hals des Angreifers trieb. Sofort spürte sie die warme Flüssigkeit. Nicht einmal in ihrem Leben hatte Ruby etwas süßeres gekostet. Sie trank in hastigen Zügen, ungeachtet des Faktes, dass noch 2 der Gegner lebendig waren.

Will (Gangrel)

Mit einem wurde Ruby von einer unsichtbaren Macht von ihrem Opfer gerissen und über den Boden geschleift, bis sie hinter dem rettenden Pfeiler zum liegen kam. "Kümmer dich um sie", hörte man eine bekannte Stimme aus der Dunkelheit zu Ravnos sagen, während der durchsichtige Schatten wieder über das Schlachtfeld schritt, Wort- und Lautlos, nur in Blut getränkte Fußabdrücke vermochten es dem Geschulten Auge zu verraten, dass William mit Hilfe der Verdunkelung unerkannt durch den Raum wanderte.

Rubys Opfer hielt sich mit Mühe die Blutende Kehle und spürte, wie das Leben langsam aus ihm herausfloss, er konnte nichts dagegen tun und würde bald sterben. Um ihn brauchte sich der Gangrel also nicht zu kümmern. Die restlichen beiden waren einfache Zielscheiben. Danilo hatte wirklich ganze Arbeit geleistet, alle Achtung. Ein solches Talent im Kampf hatte er einem Ravnos überhaupt nicht zugetraut, aber es kam nunmal immer darauf an, wie gut man seine Disziplinen einsetzte, völlig egal ob sie für einen Kampf geeignet waren oder nicht. Ein Experte mit einem Stein war immernoch stärker als ein Anfänger mit einem Schwert.

Ob Stein, ob Schwert, William vertraute auf seine Desert Eagle, wenn es darum ging, Menschen zu töten. Er richtete, von den beiden ungesehen, welche immernoch nach den Vampiren suchten, eine seiner Waffen auf den Rechten Vampirjäger, drückte ab und traf, mitten in den Kopf. Headshot. Der stand so schnell nicht wieder auf. Und als er mit der selben Leichtigkeit den zweiten abknallen wollte bohrten sich mehrere Kugeln schmerzhaft in sein linkes Bein, aufwärts, bis hin zum Rücken, und traten auf der anderen Seite wieder hervor. Glatter Durchschuss.

Nahezu starr vor schmerz drehte William seinen Kopf gequält und langsam in Richtung von Rubys Opfer, welcher mit letzter Kraft noch einige Schüsse mit seiner Uzi abgefeuert hatte. Dieser mickrige Mensch, dieser Abschaum!, dachte der Vampir, ehe er keuchend auf die Knie fiel und sich mit den Händen vom Boden abstützte ...

So einfach ließ er sich von ein paar Menschen nicht vernichten. Trotz seiner verletzungen gelang es William die Waffe hochzureißen und den letzten Gegner, welcher gerade auf ihn zuschnellte um ihn zu Pflocken, mit mehreren unkoordinierten Schüssen, bis das Magazin leer war, endlich zu Fall zu bringen. "Oh mann, verdammt ...", schnaufte er. Der Kampf schien vorbei zu sein, und die vier mussten ihren Zug kriegen.

Doch ehe er sich wieder aufraffen konnte vernahm er ein schreckliches Klimpern. Der Bastard, der ihn angeschossen hatte, hatte mehr tot als Lebendig den Stift aus einer Granate gezogen. Diese glitt ihm jedoch unkoordiniert aus der Hand und rollte zum Glück in die Falsche richtung. "RAUS HIER!", rief William in der Hoffnung, Danilo und Ruby würden sich in Bewegung setzen, während er sich selbst mit aller Kraft nach vorne schleppte.

Als er weit genug von der Granate entfernt war um keinen weiteren Schaden davonzutragen, blickte er noch ein mal hinter sich und sah die beiden Vampire, wie sie auf ihn zukamen. Nur Loki fehlte. "Loki!"

Nach kurzem schweigen sprang die Blondhaarige Vampirdame aus einer Ecke, erblickte die Granate, zeigte mit beiden Zeigefingern auf sie und rief überrascht und amüsiert "BOOOYA!", ehe die Explosion dem Stadt-Gangrel die Sicht nahm. Diese verdammten, unfähigen Malkavianer. Diese durchgeknallten, vollkommen unzurechnugsfähigen Geisteskranken.

Danilo (Ravnos)

Danilo rannte aus seiner Deckung und rutschte die letzten Meter auf den Knien über den glatten Marmorboden hinter die Säule wo Ruby lag. Er sah ihr blutverschmiertes Gesicht und den kalten Ausdruck in ihrem Gesicht. Mit einer weiten Armbewegung holte Danilo aus und schlug Ruby mit der flachen Hand ins Gesicht.

"Verdammt bist du wahnsinnig? Komm mal wieder klar. Du kannst dich doch keinem an den Hals werfen wenn ein paar Meter weiter die anderen mit Knarren stehen und nur darauf warten dich in Ruhe abknallen zu können."

Er packte ihr Kinn, drehte den Kopf zu beiden Seiten und schaute sich ihr Gesicht genauer an. Die Zähne waren immernoch ausgefahren und sie schien weiterhin im Delirium zu schweben. Als Ruby seine Hand wegschlug und ihr Blick seine Augen fokussierte liess er los. Sie war endlich wieder einigermaßen im Hier und Jetzt.

Kurz spähte Danilo hinter der Säule her und sah wenn Will zusammenzuckte und die Kugeln seinen Körper durchschlugen. "Fuck Alter" brüllte er durch den Raum. Doch er schien sich wieder aufraffen zu können. Das war auch dringend nötig denn als kurze zeit später die Handgranate über den Boden kullerte und ihnen nicht mehr viel Zeit blieb. Sie mussten raus aus der Halle, die Splitter wären unkoordiniert von den Wänden abgeprallt und selbst die Säule hätte ihnen keinen Schutz mehr geboten.

Danilo sprang und zog Ruby am kragen auf die Beine. Zusammen rannten sie zu der Treppe mit den Rolltreppen an beiden Seiten. Vor ihnen war Will der sich so schnell es ihm möglich war die Treppen hinunter stürzte. Innerlich fing Danilo an zu zählen , 21,22,23 Sprung. Sie hatten Glück, die Granate zündete erst nach sechs Sekunden, und im letzten Moment schmiess Danilo Ruby über die Kante der Treppe hinunter und sprang hinterher. Unsanft landeten beide auf den Treppen, zogen sich Blutergüsse und Prellungen zu, die Splitter der Granate jedoch schlugen in die weiche Deckenverkleidung ein und blieben stecken.

"Scheisse Leute wir müssen weiter." Sein letzter Gedanke galt seinem Aktenkoffer, er konnte und durfte ihn nicht zurück lassen, das war seine Lebensversicherung, sein persönliches Geschichtsbuch. "Geht ich komme sofort nach."

Zurück in der Halle lag alles in Schutt und Asche. Die Splitter hatten alle Fensterscheiben zerstört, die Druckwelle tat den Rest. Doch hinter dem Schalter kamen nur wenige Splitter hin, nicht viele Geldscheine waren beschädigt und alle waren noch völlig brauchbar. Er schnappte sich den Koffer und rannte los. Von draussen waren Stimmen zu vernehmen, wem sie gehörten war nicht auszumachen, doch war es sicherlich nicht ratsam wenn man ihn hier vorfand. Bald darauf hatte er zu den anderen Beiden wieder aufgeschlossen.



Ruby (Toreador)

Ruby rutschte von einem Delirium ins nächste. Sie spürte nur, dass die mit einem Ruck von ihrem Opfer weggezerrt wurde und erst ein Schlag ins Gesicht brachte sie wieder zu Bewusstsein. Sie lag neben einem Mann, den sie nie zuvor gesehen hatte, zumindest erinnerte sie sich nicht daran und ein lautes "Fuck, Alter" brachte sie vollends zurück. Sie sah sich kurz um. Der Bahnhof, irgendetwas wollte sie hier, sie hatte doch etwas verloren, oder nicht? Das war es doch?

Sie spürte, dass der Mann sie unsanft hochzerrte, wobei der Absatz einer ihrer Pumps brach. Kurz dachte sie darüber nach, sich zu weigern, in ihrem Zustand auf die Straße zu gehen, doch ihr wurde kurz darauf klar, dass man darauf jetzt keine Rücksicht nehmen würde. sie schlüpfte aus den Schuhen und rannte barfuß über den mit Scherben übersäten Boden. "Was...?" wollte sie gerade noch fragen, als der Mann an ihrer Seite, vermutlich ihr Retter, wenn sie sich hier so umsah, sie die Treppe hinunter stieß. Ruby landete unsanft. Ein stechender Schmerz durchfuhr ihren linken Arm im selben Moment, als der Fremde neben ihr landete und es einen riesige Explosion im Bahnhofsinneren gab.

Nun erinnerte sich Ruby ein wenig mehr.

Sie hatte nicht ETWAS sondern JEMANDEN verloren, den Mann, der sie... ja, was hatte er eigentlich getan? Zu ihrem eigenen Erstaunen konnte sie aufstehen und sah ihren Retter zurück in die verwüstete Halle rennen.

Was ging hier nur vor?

Zwischen den Splittern entdeckte Ruby tote Menschen und Blut... . Ihre Augen weiteten sich. Sie erinnerte sich an das Messer in ihrem Magen. Sie sah an sich herab und bemerkte, dass ihr Kleid an der Stelle kaputt war, aber ihre Haut schien sich schon wieder über der Wunde geschlossen zu haben. Das war unmöglich. Und außerdem..., sie sah ihre Hände an. Wenn ihr Teint nun dieselbe Farbe hatte, wie ihre Hände..., schrecklich.

Doch, jetzt kam es wieder. Der Mann, den sie so verzweifelt suchte, er sagte, sie sei jetzt ein... Vampir? Geistesabwesend berührte sie ihre Zähne, doch da war nichts mehr. Dennoch, sie hatte... ja, sie hatte das Blut von einem der Angreifer getrunken, das wusste sie auf einmal. Plötzlich spürte sie eine Bewegung neben sich und sah einen anderen Mann. Moment! Er, ihr Retter und eine Frau kamen, als sie nach dem Mann suchte, der ihr dieses neue "Leben" schenkte. Der anderen Mann lief los und instinktiv folgte Ruby ihm.

"Was? Was ist passiert?" fragte sie, während auch ihr Retter wieder zu ihnen aufschloss.

Sie wusste, sie musste schrecklich aussehen. Im Rennen löste sie noch ihre - nun nicht mehr ganz so - kunstvolle Hochsteckfrisur und strich sich die Haare glatt. Dies verschaffte ihr zumindest ein klein wenig besseres Gefühl. Trotzdem war ihr Kleid zerrissen und ihre Strümpfe voller Laufmaschen. Wenn sie jemand so sah.... . Das wäre das Ende ihrer.... . Ein bitteres Lachen folgte.



Will (Gangrel)

Es geschah einfach zu viel auf ein mal, William konnte kaum realisieren, was vor sich ging. Er hatte sich bis zur Treppe geschleppt, ehe die Granate losging und Loki aus seinem Sichtfeld katapultierte. Ob die junge Malkavianerin das überlebt hatte war fraglich. Von ihrem Anblick eine Millisekunde lang abgelenkt bemerkte er schon fast zu spät, dass Danilo mit der fremden Dame im Schlepptau bereits an ihm vorbei auf dem Weg die Treppe hinunter war. So schnell er konnte wandte er sich den Stufen zu, doch die Explosion gab ihm letzten Endes den entscheidenden Anstoß, so dass er nicht hinunterging sondern vielmehr unsanft fiel, auf die Stufen krachte und schmerzhaft herunterrollte, ehe er sich mehr Reflexartig als Bewusst am Treppengeländer festkrallen und somit seinen Sturz stoppen konnte. Völlig fertig und mit leicht blutiger Kleidung versuchte er sich aufzuraffen, als sein Partner Danilo geradewegs an ihm vorbei die Stufen wieder hinaufstürmte, zurück auf's Schlachtfeld. Vielleicht würde er ja die blonde Geisteskranke finden - sollte sie überlebt haben.

Es vergingen nur wenige Augenblicke, dann kehrte der Ravnos in Begleitung eines handlichen Koffers zurück , jedoch ohne Loki. "Hey...", meinte er dann und brachte Dainlo damit zum stehenbleiben, während er sich ziemlich entkräftigt an die Treppenwand lehnte und dabei rote Spuren auf dem Gestein hinterließ. "Erstmal halblang, die Jäger sind tot, und ich brauch nen Moment."

Ehe sein Informant und geschätzter Geschäftspartner darauf etwas zu erwidern wusste mischte sich die junge Vampirdame ein, die ihrem "Retter", dem Ravnos, nun hinterherdackelte wie ein Hund. "Was passiert ist? Wir haben deinen Arsch gerettet. Entweder bist du das dämlichste Kind der Nacht, das mir jemals untergekommen ist, oder du bist noch ein Neonate, dann hattest du umso mehr Glück, auf uns zu treffen."

Das Geländer zur Hilfe nehmend raffte sich William auf und brachte auch die letzten Stufen hinter sich, nach und nach regenerierte sich sein Fleisch, jedoch langsamer als bei Danilo, da seine "Seelenstärke" nicht ganz so gut ausgeprägt war und er deshalb den Regenerationsprozess nicht so ohne weiteres beschleunigen konnte. "So, irgendwelche Vorschläge wo es nun lang geht?"


Danilo (Ravnos)

Danilos Blessuren war fast vollständig verschwunden jedoch kostete ihn die letzten Minuten viel kostbares Blut wodurch er nun, nach dem Kampf, sein Durst deutlicher vernahm. "Der nächste Zug ist unser, völlig egal wo der hinführt, wir müssen von hier weg." Will sah nicht gut aus, doch er würde schon werden, die Frau machte ihm mehr Sorgen, vor allem weil sie bisher nur Gefahr mitsich brachte.

"Als ich oben in der Halle war, war von Loki nichts zu sehen. Möglicherweise konnte sie noch durch eine der Türen fliehen. Versprechen dass sie überlebt hat, das kann ich allerdings nicht." Mit der rechten fuhr sich Danilo durch die Haare und streifte sie nach hinten. Jetzt wo es etwas ruhiger war realisierte Danilo in welch beschissener Lage sie sich befanden. "Diese Ballerei wird ins noch Schwierigkeiten machen. Man wird herausfinden, dass wir hier waren, was an und für sich nicht schlimm wäre. Doch wegen den Vollidioten wird es wesentlich schneller gehen als ich geplant hatte. Ich gebe den Fichsern maximal zehn Minuten bevor sie hier auftauchen. Zudem sind mit Loki auch einiger Antworten verschwunden die ich, angepisst wie ich seit zwei Stunden schon bin, langsam mal hören würde. Und anstatt dem Wahnsinn dieser Bekloppten zuhören zu müssen, müssen wir anscheinend jetzt ein Blach mitdurchbringen, wozu ich ehrlich gesagt weder Lust noch Energie habe." Feste zog Danilo Ruby am Arm und riss sie herum sodass sie ihn ansah. "Tu was dir gesagt wird, Frage wenn Zeit ist und halte uns, und pass jetzt genau auf denn das ist der wichtige Teil, halte uns bloss nicht auf. Erwarte nicht das Will oder ich der Prinz auf dem Pferd für dich ist der dir deinen Knackarsch rettet wenn du Scheisse baust." Es war wirklich zum kotzen.

Will, Ruby und Danilo gingen schnell, ohne zu rennen, die Treppen runter zu den Gleisen, sahen auf die Anzeige und atmeten leicht auf. Zum ersten mal hatten sie etwas Glück, denn der nächste Zug war auf dem Weg nach Downtown, Absteigen gab es da genug, dort würden sie am wenigsten auffallen.

Der Zug war fast komplett leer, in dem Wagon war ausser den Dreien nur ein Obdachloser der am schlafen war. "Will, so sehr ich dich schätze, was verdammt schwer, schwöre ich dir das ich gleich verschwunden bin wenn du mir nicht erzählst in welche Scheisse du mich hier hineingeritten hast. Das die letzten Stunden nur alles Pech war fällt mir doch schwer zu glauben."

Das Interesse an der Frau, so stark es am Anfang war, war jetzt erstmal erloschen, andere Dinge spukten in seinem Kopf herum.


Ruby (Toreador)

Das alles war nichts anderes als absurd. "Neo..was?" fragte Ruby erschöpft und war froh, als sie kurz anhielten. Es war zwar nicht besonders freundlich, wie er mit ihr umsprang, aber er schien Dinge zu wissen, die sie nicht wusste. Der zweite kam wieder. Auch er schien sehr angespannt, aber Antworten bekam sie auch von ihm nicht. Was würde sie darum geben, wenn mal eine hier klartext sprechen würde, doch beide waren zu gereizt, um jetzt etwas gegen ihren Willen zu tun. Momentan war sie ihnen sowieso schutzlos ausgeliefert, also würde sie sich ihnen beugen. Wünschen anderer gerecht zu werden, war schließlich ihr Beruf. Sie würde sich zurückhalten und ging einfach mit, tat was auch immer die anderen beiden taten, in der Hoffnung, doch noch an ihre Antworten zu kommen.

Im Zug angekommen, hielt sie stets ihre noch halbwegs intakte Handtasche vor die zerrissene Stelle im Kleid und wühlte drin herum, bis sie einen kleinen Handspiegel fand. Die beiden anderen unterhielten sich, also wollte sie wenigstens das maß der Zerstörung ihrer Schönheit begutachten.

Es war schlimmer als erwartet. Sie begann damit, sich die Glassplitter aus den Haaren zu lesen und sie unachtsam auf den Zugboden fallen zu lassen. Sie kramte weiter in ihrer Tasche und zog eine bürste heraus. Sie legte ihr har über die linke Schulter und begann, es zu bürsten, um auch den letzten Unrat herauszukriegen, während sie den beiden gespannt zuhörte.

Will (Gangrel)

Vollkommen erschöpft, am Ende seiner Kräfte und seines Lateins, ließ sich William im Zugabteil auf seine Bank fallen und saß somit Ruby gegenüber. Erst blickte er sie vollkommen ausdruckslos an, sah mehr durch sie hindurch, bis ihm plötzlich dämmerte, was sie dort tat. "Frisierst du dich gerade?", fragte er ein wenig ungläubig und konnte es kaum fassen, dass jemand in dieser Situation tatsächlich die Ruhe fand, sich um sein äußeres zu kümmern. Das konnte für ihn nur eines bedeuten. "Verdammt, sie ist vom Clan der Rose, ich krieg die Kriese."

Dann überlegte er gerade, ob er ihr wirklich alles von klein auf erklären sollte. "Also, ein Neonate ...", doch dann brach er mitten im Satz ab. Das war ihm zu blöd. Mit einer etwas lockereren Haltung wandte er sich unvermittelt Danilo zu und unterhielt sich erstmal lieber mit jemandem , der auch seine "Sprache" sprach.

"Verdammt nochmal, reg dich ab", kläffte er etwas entnervt zurück. "Wir leben noch, das ist doch schon mal was. Außerdem weiß ich ungefähr genauso viel wie du. Und für die letzte Ladung an Jägern kann ich nichts, die hat uns Torrie hier angeschleppt", womit er der unwissenden verschmitzt, aber ironisch zuzwinkerte. "Mit denen hatte ich nichts am Hut."

Was würde William jetzt alles für einen Tropfen köstlichen Blutes geben, und wenn er dafür dieses ihm gegenübersitzende Model aussaugen müsste. Aber nein, Diablerie war ja verboten. Camarilla-Vampire durften ihre Artgenossen nicht aussaugen, so steht es geschrieben.

Vollkommen ausgelaugt ließ er sich tiefer in das Sitzpolster sinken und wirkte alles in allem ein wenig erbärmlich, auch, wenn die geringe Seelenstärke mittlerweile ihren Tribut gezahlt und seine Wunden vollständig geschlossen hatte. Dafür war seine Batterie nun so leer wie sie nur sein konnte und jede weitere Disziplin würde direkt an seiner Lebensenergie saugen.

"Aaaalso, für's Protokoll: Wir haben Vampirjäger, die mit Sabbat-Bastarden zusammenarbeiten, Sabbat-Vampire die versucht haben Loki zu töten, eben jene ist verschwunden, wahrscheinlich im ganzen Bahnhof verteilt, und wir haben eine neues Anhängsel , das uns den nächsten Pulk Jäger auf den Hals gehetzt hat. Was schlussfolgern wir daraus? Hier macht jemand auf bestimmte Camarilla-Vampire ganz gezielt Jagd. Ich sage nicht, dass die kleine Torrie hier und wir der selbe Auftrag sind, aber im Hintergrund zieht wahrscheinlich ein bestimmter Bastard oder eine Gruppe die Fäden."


Danilo (Ravnos)

> Den Arm auf die Armlehne und den Kopf auf die Hand gestützt schaut Danilo aus dem Fenster, wo Strommasten, Häuserwände und Lichter vorbei rasen. Sein Dasein hatte geregelte Bahnen angenommen. Nach den Turbulenten Jahren kurz nach dem Jahrtausendwechsel war es ruhiger geworden in seinem Leben, ohne jedoch langweilig zu sein. Er hatte seine geregelten Einnahmen trotz der ganzen Leute die an seinem Handel mitprofitieren wollten. All das schien Will innerhalb kürzester Zeit zerstört zu haben.

"Ich weiss nicht ob es dir klar ist, aber ohne dich hätte mit dem ganzen Scheisse hier nichts am Hut gehabt. Wenn sie meinen, Jagd auf irgendwen machen zu wollen, gut, von mir aus, gehen mir eh alle am Arsch vorbei. Ich bin nur eine Randnotiz in dieser Stadt, keiner kümmert sich nen Scheissdreck um mich, in jeglicher Hinsicht, und das ist auch gut so, ich tue es ja auch nicht." Trotz des Nichtraucherschilds zündete sich Danilo eine Zigarette an und zog genüsslich an ihr. "Es war in den letzten Jahrzehnten immer das selbe. Irgendein alter Sack macht sich zum Prinzen, baut sich sein Kartenhaus auf bis ein Anderer kommt und ihm ordentlich einen bläst woraufhin alles wieder zusammen fällt. Warum sollte es diesmal anders sein?" Er starrte aus dem Fenster, redete aber weiter. "Wer immer dich geschickt hat, er hat Schiss. Wahrscheinlich zu Recht weil irgendwer seinen Arsch vom Amt des Prinzen wegpusten will. Verdammt raff es Alter, du bist Kanonenfutter für die, nicht mehr und nicht weniger. Die hoffen du nimmst zwei oder drei von denen noch mit und gut ist. Hauptsache das Verhältnis stimmt."

Die Zigarette drückte Danilo am Fenster aus und schmiess sie auf den Gang. Langsam wandte er den Blick Will zu. "Aber warum erzähle ich dir das alles, es ist nicht das erste mal, und verdammt ich wills hoffen, auch nicht das letzte mal. Wir kommen aus der Sache jetzt nicht mehr raus, wir stecken mittendrin. Ich dank dir, und wenn es stimmt, dass das vorhin nur Zufall war, sie durch uns."

Danilo drehte sich um und zeigte mit dem Daumen auf Ruby. "Mädchenwie heisst du und wo ist dein Erzeuger? Er scheint ein paar Erklärungen ausgelassen zu haben. Auch wenn du ein Küken bist schützt dich das nicht vor den "Regeln". Welpenschutz gibt es in unseren Kreisen nicht."

Trotz der schlechten Beleuchtung war die Schönheit von Ruby deutlich zu erkennen. Ihre weichen Gesichtszüge schienen einen fast zu hypnotisieren, es war schwer wegzugucken. Wäre sie nicht so ramponiert hätte sie sogar vielleicht das zeug zum Model dachte Danilo

.


Ruby (Toreador)

Ruby konnte dem Gespräch der beiden nicht folgen, doch sie hörte sehr deutlich heraus, dass ihre Umgangssprache einen wesentlich raueren Ton hatte, als ihre eigene. Sie nahm einen kleinen Beutel Abschminktücher aus ihrer Tasche und wischte sich das verschmierte Make-Up aus dem Gesicht. Sie wusste, dass sie auch ohne Make-Up schön war, daher konnte sie trotz Unbehagen mit der Vorstellung leben, den Zug so zu verlassen. Außerdem war es sowieso dunkel. Als sie gerade den Schaden an ihren Fingernägeln begutachten wollte, sprach sie einer der beiden an.

"Ruby Cassandra Medeley. Mein Erzeuger?" sie überlegte kurz, er konnte nur den Vampir - Gott, klang dieses Wort lächelich in ihren Gedanken - meinen, der sie zu seinesgleichen machte. "Er... er sagte, er besorgt mir Nahrung und dann kam er nicht mehr zurück. Er hat mir keinen Namen gesagt... ." Erst jetzt bemerkte sie, dass sie, dass sie sich die gesamte Nacht mit einem Mann unterhalten hatte, von dem sie nicht einmal den Namen kannte. "Er war groß, schlank und hatte lange hellblonde Haare. Seine Augen waren eisblau..." Ja seine Augen. Sie hatten Ruby am meisten fasziniert. Kalt und doch so anziehend. Wo er wohl war... ob ihn die Jäger - wie die anderen diese Leute nannten - getöten hatten?

"Regeln? Ich weiß noch nicht einmal, wer oder was ich jetzt bin? Wieso das alles passiert ist... ich habe nicht einmal annähernd eine Ahnung von der Situation, in der ich mich befinde... . Und meine Karriere kann ich jetzt wohl an den Nagel hängen ... ."

Sie fühlte sich einen Moment lang komplett hilflos, alles schien so neu. Ihr kam plötzlich wieder in den Sinn, dass der andere sie 'Torrie' nannte und etwas vom 'Clan der Rose' sagte. Sie überkam ein vages Gefühl, dass ihr Erzeuger - auch dieses Wort hörte sich unheimlich seltsam an - schon einmal von etwas ähnlichem sprach. Sie entschied aber, sich diese Frage vorerst für später aufzuheben.

"Und wie sind eure Namen?"


Will (Gangrel)

Völlig in sich zusammengesackt saß William schräg an der Kabinenwand gelehnt und hörte Danilo und Ruby aufmerksam zu. Dennoch drifteten seine Gedanken immer wieder ab und versuchten, wie ein ungeduldiges Kind die Rätsel hinter all diesen ereignissen zu Lösen. Während sein Bewusstsein sich mit Informationsaufnahme beschäftigte, verarbeitete das Unterbewusstsein umgehend und verlangte nach mehr.

Es dauerte einige Augenblicke, ehe er auf ihre Frage antworten konnte. "Will. Ich bin Will, zu meiner Linken sehen sie Danilo, Ritter im Dienste ihrer Majestät, des Prinzen."

Dann raffte er sich ein wenig auf, nur, um nicht all zu jämmerlich auszusehen. "Und zu deinen Fragen, Ruby ... ja, deine Karriere ist mit dir zusammen gestorben, macht aber nix, es hätte dich schlimmer treffen können. Du könntest endgültig tot sein, nur so als Beispiel.

Ich werde dir jetzt in groben Zügen erklären, was mit dir geschehen ist, und du solltest absolut alles, was ich dir jetzt Sage, glauben, auch, wenn du nicht willst.

Du bist ein Vampir. Fakt nummero uno. Eine Untote Blutsaugerin. Aber das hier ist nicht Bram Stokers Dracula. Du musst dich den Regeln der Camarilla beugen, der Ober-Vampir-Gesellschaft, wenn du so willst. Du offenbarst keinem Menschen deine Identität, du tötest nicht wahllos, du hältst dich bedeckt. Das sind in groben Zügen die wichtigsten Regeln. Klar soweit?"

Etwas genervt atmete Will aus und versank wieder in seinem Sitz. "Klingt vielleicht alles sehr abenteuerlich, aber ist nunmal so. Danilo, sei so gut, erklär ihr den Rest ..."

Er wollte nicht mehr reden, es war ihm ganz und garnicht danach. Im stillen dachte William darüber nach, was Danilo gesagt hatte, dass er nur Kanonenfutter für die Camarilla sei, für den neuen Prinzregenten Bale, und dass er nach Danilos Gleichung bereits drei mal hätte sterben dürfen, ohne dass jemand den Verlust bedauert hätte. Für ihn steckte ganz klar wesentlich mehr dahinter, aber darauf ankommen lassen wollte William es ganz und gar nicht, und während er so durch das Zugfenster in die gähnende Leere der Nacht hinausstarrte, wuchs in ihm ein für ihn sehr untypischer Entschluss, der den Rest seines Untotendaseins unwiderruflich verändern könnte...

Danilo (Ravnos)

"Herzlichen Dank Will, ich spiele liebend gern den Kindergärtner hier." Danilo seufzte und richtete seinen Blick auf Ruby. Er versuchte zu erahnen wie es in ihr aussah, wie schockiert oder gleichgültig sie war. Auch wenn es schon lange her war so wusste Danilo trotzdem noch wie es bei ihm war, wie er erfuhr was er geworden war und welche Pflichten auf ihn zukamen.

"Du bist weder tot noch lebendig, so wie Vampire wohl schon seit hunderten von Jahren beschrieben werden. Du brauchst Blut um existieren zu können und um es zu bekommen wirst du deine Zähne in die Hälse von Menschen rammen und ihnen ihr Blut aussaugen. Solltest du andere Stellen lieber haben kannst du sie auch dorthin beissen, doch ist es recht zäh an einer Stulle zu nuckeln wo kaum Blut durchfliesst. Grundsätzlich ist das das Einzige was du wissen musst um als Vampir zu überleben wäre da nicht eine Gemeinschaft namens Camarilla, Will erwähnte sie bereits. Ich hoffe du hast es soweit verstanden oder besser gesagt, ich hoffe du kannst es soweit akzeptieren und glauben, verstehen können es die wenigsten. Ab jetzt wird es allerdings komplizierter"

Die Tür des Wagons ging auf und ein dicklicher kleiner Mann mit Halbglatze und einem Ticketautomat umgeschnallt kam herein. Danilo reichte ihm ohne ein Wort zu sagen einige Dollar rüber und bekam dafür drei Tickets die er sich in die Hosentasche steckte. Als der Schaffner wieder weg war fuhr er fort.

"Jeder kennt den Ausdruck "Der Wolf im Schafspelz", ich denke auch du. Das selbe trifft auf uns zu und ist zugleich die wichtigste Regel der Camarilla. Offenbare dich Niemandem und wenn doch, dann sei sicher das dein Geheimnis ein Geheimnis bleibt, wie du das anstellst ist allen Scheiss egal. Das bedeutet wenn du trinkst, und das wirst irgendwann müssen, hast du gefälligst darauf zu achten keine Spuren zu hinterlassen. Von mir aus saug sie aus, brich ihnen das Genick und schmeiss sie ins Meer doch bedenke, irgendwann werden sie vermisst werden und auf ewig wirst du nicht fehlerlos sein, man wird dich finden. Also sollte das deine letzte Wahl sein, zudem sind blutleere Leichen ein gefundenes Fressen für die Medien und sollte das in den Medien kommen, wirst du ein gefundenes Fressen für die liebe Obrigkeit sein, in Person des Prinzen welcher über die Stadt "herrscht" und es nicht gerne sieht wenn eines seiner Schäfchen offenbart das es in Wirklichkeit ein Wolf ist wie wir alle. Also, egal was du tust, sorge dafür das niemand weiss das du kein Mensch bist. Aber keine Angst, es gibt massenhaft Möglichkeiten für uns an Blut zu kommen ohne die Maskerade zu brechen. Wickel deine Opfer um den Finger, betöre sie und mache sie zu deinen Sklaven, eine Fähigkeit die eures gleichen nicht fremd ist. Mit euch meine ich die Toreador doch kann ich dir weiteres nicht erklären, dafür wäre eigentlich dein Erschaffer verantwortlich und euch Toreador zu verstehen fällt mir schwer. Aber zurück zum Trinken. Der Biss ist ekstatisch für dich genauso wie für dein Opfer. Sie werden also nicht schreien und sich wehren wenn du es richtig machst. Betäube sie oder lüge sie an wenn du kannst um es zu verschleiern. Die eleganteste und zugleich gefährlichste Möglichkeit ist sie dir zu unterwerfen. Lass einen Sterblichen dein Blut trinken und er wird dir verfallen, lasse ihn regelmäßig von deinem Blut trinken und er wird dein Sklave bis zu seinem Tod sein. Doch mit jeder Person mehr die weiss was du bist steigt das Risiko das man dich enttarnt und du vom Prinzen oder irgendwelchen Wichsern wie vorhin geköpft wirst."

Danilo atmete tief durch, das musste für den Anfang reichen auch weil er nicht in Stimmung war noch weitere Reden zu halten wo er ihr doch eh nichts über ihres Gleichen erzählen konnte, dafür bedurfte es eines Toreador.

"Das war es erstmal und es sollte genügen das du erstmal über die Runden kommst. Solltest du Fragen haben stell sie wenn sie wichtig sind."

Plötzlich kam Danilo ein Gedankengang der ihm nicht gefiel und ihnen noch viel Ärger einhandeln konnte.

"Will, gibt es eine Möglichkeit zu erfahren ob es sie schon offiziell gibt? Ihre Erschaffung muss genehmigt worden sein und das müsste bei euch Bürokraten doch irgendwo vermerkt sein, ne Liste auf nem Server oder so, im Internet findet man doch alles. Sollte sie jedoch unerlaubt erschaffen worden sein, naja, du weisst worauf das hinaus läuft."

Ruby (Toreador)

Ruby hörte Danilo aufmerksam zu, doch mit jedem Wort, was er sprach, wurde die ganze Sache immer absurder. Und doch war da eine beißende Gewissheit, dass er die Wahrheit sprach. "Camarilla, er sprach auch darüber, wenn ich mich recht erinnere, nur war ich noch benommen. Das heißt, es gibt noch mehr von eu..., von uns?"

Nun, in einer Sache hatte er recht, verführen konnte sie tatsächlich, das sollte ihr nicht schwer fallen, doch jetzt, wo der Hunger erst einmal gestillt war, war der Gedanke an Blut als Nahrungsmittel doch etwas gewöhnungsbedürftig, doch musste sie sich wohl oder übel damit abfinden.

Danilos Worte an Will schließlich schockierten sie vollends. "Wie meinst du das, dass die Erschaffung genehmigt sein muss? Was passiert, wenn es nicht so ist?" Ein ziemlich ungutes Gefühl machte sich in ihr breit. Sollte das heißen, dass sie der endgültige Tod ereilen würde, wenn ihr Erzeuger nicht die Genehmigung hatte? Der Gedanke schien ihr irgendwie noch schlimmer als ihr jetziges Los. Tot..., natürlich war sie auch schon jetzt tot, aber sie existierte noch... .

Ein absurdes Bild schoss ihr durch den Kopf, wie ein paar Vampire sich jeweils eine Nummer ziehen und in einem Warteraum sitzen, bis sie endlich aufgerufen werden, um einen 10-seitigen Antrag zur Erschaffung eines neuen Vampirs auszufüllen. Der Gedanke jagte ein kurzes Lächeln über ihre Lippen, die sie wenige Sekunden später mit ihrer Zunge befeuchtete.

"Und die Clans? Was hat es damit auf sich, von welchem Clan seid ihr?"

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren: